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Eine andere Art Priestertum

Angelo Scuderi

Date: 2. Februar 2008
Category: Zeugnisses

Im Jahr 1990 kam ich zum ersten Mal nach Medjugorje. Ich war voll der Neugierde, dieses außerordentliche Phänomen der Erscheinungen Mariens zu beobachten und hatte große Lust, an dieser Anwesenheit teilzunehmen, um mich von ihr angenommen und auserwählt zu fühlen. Ich habe schon immer den Herrn geliebt und erlebte schon von Kind auf diese Beziehung, indem ich Ihm stets vertraute. Ich habe im Leben auch sehr viel gesündigt, muss aber sagen, dass mich das nicht gehindert hat, mich immer an Gott zu wenden, denn es sind die Kranken, die Gott nötig haben.

Ich habe auch einige Jahre meines Lebens im Seminar verbracht, denn ich verspürte den Wunsch, Priester zu werden, ich wolle nämlich der Priester der Armen werden, jener, die im Elend leben, sei es materiell wie spirituell. Ich wollte dem Letzten begegnen, dem Ausgegrenzten, dem Orientierungslosen, dem Kleinen, dem Unterdrückten, dem Gefangenen und Drogensüchtigen, kurz und gut jenen, die von der Gesellschaft vernachlässigt werden. Auch ich war arm, deshalb lie-be und verstehe ich sie. Ich muss Gott dafür danken, dass Er mich so geschaffen hat, wie ich bin, armselig und hilfsbedürftig wie die Personen, denen ich als geistlicher Führer helfen wollte.

Ich habe immer auf die Letzten geschaut, um von ihnen Demut und Dank zu erlernen, denn darin sind sie große Meister. Es ist eine Wahrheit, dass Gott aus dieser Welt gerade die Kleinen aussucht, die für unsere Gesellschaft verwerflich sind. Gott sucht die verlassenen Menschen, die sich überflüssig fühlen, denn Er will sie lieben, Er will sich ihrer annehmen, will, dass sie sich bewusst werden, dass sie hingegen wertvoll sind.

Ich hatte viele Pläne, viele gute Vorsätze... Ich hatte den Wunsch, für Maria wichtig zu werden, dass sie nach meinem Namen rufe, Interesse an mir finde und sich meines Lebens annehme. Ich trug in mir das Heer der Letzten, denen ich im Leben begegnete. Ich bat um eine innere Kraft, die mich ohne Angst erfüllte, um meine Mission voran zu bringen und den anderen ein Wort der Hoffnung zu bringen. Maria war dort und wartete auf mich, hatte alles vorbereitet, um mich wirklich glücklich zu machen. Jetzt habe ich verstanden, dass unsere Fehler nicht nur böse sind, sondern dazu dienen, all jene zu verstehen, die in unsere selbe Sünde gefallen sind, damit wir unser Leben für sie anbieten können. Ich hatte endlich verstanden, wie wir alle Priester werden können: Es genügt ein offenes Herz zu haben.

Es ist an der Zeit, die Heuchelei, unser Versteckspiel vor Gott abzulegen, wie Adam nach dem Sündenfall, aus Angst vor Dem, den wir nicht kennen und glauben, Er würde uns nur bestrafen; Er ist hingegen so zartfühlend, dass Er uns Seine eigene Mutter als Geschenk gibt und erlaubt, dass sie unter uns ist, um unsere Seelen zu Ihm hin zu bewegen, der die Liebe ist. Maria ist die Mutter, die uns führt und uns zu Gott bringt, ohne auf unsere Unzulänglichkeiten zu schauen, im Gegenteil, diese vor ihrem Sohn Jesus rechtfertigt.

Wenn die Mutter in unser Leben eintritt, erhöht sich die Vertrautheit mit Gott und wir können mit dem Vater eine familiäre wir leider dies: Wir halten unserem Leben jene fern, die uns wirklich lieben und öffnen die Tore den ‚falschen Lieben’, die uns nach und nach vergiften. In ihrer großen Liebe als Mutter wascht, pflegt, nährt, kleidet sie uns und stellt uns Gott vor, der uns in Seiner übergroßen Liebe umarmt.

Jahren nach meiner ersten Reise nach Medjugorje hat mich Maria zu einem Weg der völligen Hingabe meines Lebens an sie gerufen, und ich bin froh, erwähltes Werkzeug des Reiches Gottes zu sein. Wie sie antworte ich: <Dein Wille geschehe an mir>. Ich weiß, dass heutzutage viele unserer Geschwister im Leeren und Dunkeln leben, durch Alkohol, Drogen, Verzweiflung, Elend und Hunger, Gewalttätigkeit und Prostitution, und Gott will sie alle durch jene retten, die sich mit Freude hingeben, indem sie Licht und Führung für ihre Seele durch Gebet und Hingabe werden.

Das ist für mich Leben: „Maria Platz zu machen, um wie sie Geschenk für die anderen zu sein und wahre Kinder des Vaters zu werden, und so auf Erden Erfüllung zu fin-den“. Nur in solchem Zustand können wir mit Freude den Ruf erleben und Eingang zur Liebe finden. Daher muss unser Ich tagtäglich sterben, mit der Sicherheit, dass dies nicht Tod bedeutet, sondern göttliches Leben in uns und den anderen hervor bringt. Nach Jahren, seit dem fernen 1990, ist mein Herz heute bereit, von Maria geformt und gedüngt, den Ruf der geistlichen Familie Kraljice Mira, als großes Geschenk Mariens, anzunehmen. In dieser geistlichen Familie muss man dem Willen Gottes gegenüber sanftmütig, demütig und gehorsam sein, wie das Geopferte Lamm.

In Medjugorje suchte ich Liebe für mich, die Aufmerksamkeit Mariens, und sie gab mir aber mehr: Die Liebe zu ihr und den Wunsch, sie stets zu suchen, um ihr ähnlich zu sein bei der Öffnung des Herzens zu Gott, wie in der Liebe zu den Letzten, indem ich für sie jener Priester wurde, der ich sein wollte, aber auf andere Weise: Durch den Ruf in einer Gemeinschaft der angebotenen Seelen, wie sie es wünschte, was mich zu einer anderen Art von Priestertum für diese Letzten geführt hat und zwar zur „Hingabe des Lebens“.

Danke Maria, ich werde dir immer für diese Liebe dankbar sein!

Angelo Scuderi

 

Source: Echo of Mary ( www.ecodimaria.net ^ )

 


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