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Guy Murphy: Beim Kommen nach Medjugorje erhalten wir so viele Gnaden

Date: 8. Dezember 2010 , Originally published 17. November 2010
Category: Zeugnisses

Guy Murphy, ein 49 jähriger Chemie-Ingenieur aus Chicago, USA, der sich während der vergangenen fünfzehn Jahre der Leitung von Wallfahrten nach Medjugorje und auch in andere Heiligtümer gewidmet hat, war Anfang November 2010 zum wiederholten Mal in unserem Ort. Guy sagt: Von all diesen Heiligtümern ereignen sich hier die meisten Wunder und Bekehrungen, was wirklich ein Segen für alle ist. Medjugorje ist für uns alle und für die ganze Welt zur Heimat geworden. Nicht immer fühlte ich so für Medjugorje, heute aber bin ich besonders glücklich, dass ich hier sein kann. Ich bin der Muttergottes dankbar für ihre Worte der Ermutigung, mit denen sie uns einlädt.

Die Begegnung mit Medjugorje

„Meine Bekehrung geschah im Jahr 1989. Jemand hatte mir von Medjugorje erzählt, aber ich hatte auch von den Zeichen und von den verschiedenen Ereignissen bezüglich des Glaubens gehört. Da sagte ich zu mir, ich muss mich selbst davon überzeugen. Als ich mich entschieden hatte, nach Medjugorje aufzubrechen, begriff ich, dass ich über meine römisch-katholische Kirche viel lesen muss. Dabei war ich überrascht, daß ich - obwohl ich acht Jahre eine katholische Grundschule, vier Jahre eine katholische Mittelschule, ja sogar zwei Jahre eine katholisch-theologische Fakultät besucht hatte, das alles noch bevor ich mich entschlossen hatte, Chemie zu studieren, nicht fähig war, auch nur ein einziges, zusammenhängendes Wort über meinen Glauben zu sagen. Ich begriff, dass ich aufmerksam zuhören muss, wenn ein Priester in der Kirche spricht, dennoch war ich noch nicht imstande etwas zu verstehen. Da erkannte ich, dass ich die Bibel lesen muss. Das erste Wort der Bibel machte auf mich einen mächtigen Eindruck: Die Bibel gibt uns Richtlinien, wie man den Baum des Lebens entdecken, beziehungsweise erkennen kann. Das gab mir den Anstoß, weiter voranzuschreiten. Am Ende des Buches der Offenbarung ist vom großen Kampf die Rede, der sich abspielt. Da werden Menschen beschrieben, die vom Baum des Lebens essen und es wird Friede. Noch ein Wegweiser. Als ich die ganze Bibel gelesen hatte, konnte ich immer noch nichts über meinen katholischen Glauben sagen. Einige Lehrer lehrten uns, dass die linke Gehirnhälfte den Wissenschaftern und den Mathematikern, die rechte aber der liberalen Kunst vorbehalten ist. Da habe ich überlegt, dass der Glaube wahrscheinlich in der rechten Gehirnhälfte ist und dass ich das nie erreichen werde. Da sagte ich, dass ich mich Medjugorje auf eine falsche Weise nähere. Ich kann Medjugorje weder von der Glaubensseite noch von der wissenschaftlichen Seite begegnen. Schließlich legte ich meine Zweifel beiseite und beschloss, mit einer Pilgergruppe nach Medjugorje zu reisen.

Ich erblindete

Im Flugzeug erzählten mir einige Leute vom Sonnenwunder in Medjugorje und erklärten mir, dass die Sonne irgendwie tanzt und sich dreht. Mit Rücksicht darauf, dass es gute Leute waren, die mir das sagten, glaubte ich ihnen. Trotzdem dachte ich: Diese Leute aus Ländern der Dritten Welt haben keine entwickelte Technologie über Laserstrahlen oder ähnliches und sagen sicher die Wahrheit. Als ich in Medjugorje ankam, begann ich zu untersuchen, woher der Strom hierher kommt und dachte darüber nach, welche Orte das sein könnten, an denen Laserstrahlen verwendet werden. Während meine Mitpilger nach dem Sonnenwunder Ausschau hielten, suchte ich danach, wo die Laser postiert sein könnten. Ich dachte: „Jetzt habe ich euch erwischt, ihr denkt wohl, ihr könnt mich überlisten.“ Doch am ersten und zweiten Tag war dieses Sonnenwunder nicht zu sehen. Ich dachte, wie schade, jetzt werde ich das „Wunder“ nicht sehen. Dann ging ich auf den Kreuzberg und hier habe ich zum ersten Mal ein Gebet gesprochen, es war an die Himmlische Mutter gerichtet. Ich nahm eine Gebetshaltung ein und dachte, daß ich zu Gott beten werde, was soll mir die Gospa? Ich dachte, dass der Rosenkranz etwas für alte Frauen sei. Ich sagte: „Was sollen wir Ingenieure tun, auch wir brauchen das Gebet.“ Dann hörte ich, wie die Seher die Muttergottes beschreiben, als eine wunderschöne Achtzehnjährige mit langem Haar, blauen Augen und einer wunderbaren Stimme. Heute schäme ich mich zu sagen, wie arrogant ich ihr gegenüber war. Mein erstes Gebet, das ich an die Muttergottes gerichtet hatte, war: ‚Hey, Gospa, das bin ich, Guy aus Chicago! Prüf mich auf die bestmögliche Weise, und dann werde ich dich prüfen. Wenn du siegst, werde ich alles tun, was du sagst, wenn aber ich siege, werde ich Medjugorje verteidigen. Ich dachte, daß die Botschaften wahr sind, aber ich war noch durcheinander wegen der Glaubensfragen. Ich hielt den Rosenkranz in die Höhe und dachte, was so großartig an dieser komischen Waffe sein soll? Aber das war die erste interessante Sache, die sich da ereignete, denn etwas erlaubte mir nicht, daß ich das ausspreche. Ich spürte, wie die Herausforderung angenommen worden war. Am folgenden Tag, es war der 8. Dezember, sahen wir, als wir gerade in die Kirche zur englischen Messe gingen, das Sonnenwunder. Ich schaute hin und sagte, daß es dafür eine logische Erklärung geben muß; ich scharrte in der Erde und suchte nach irgendwelchen Drähten, die den „Tanz“ der Sonne verursachen, noch immer in der Meinung, das sei ein Spiel mit Laserstrahlen. Ich näherte mich also meiner Pilgergruppe und setzte meine Brille auf. Es war 13 Uhr, aber ich konnte nichts sehen. Das war mir rätselhaft, denn ich wusste, dass es nach physikalischen Gesetzen nichts gibt, was die Strahlen der Sonne aufhalten könnte, die Augen zu erreichen, wenn man direkt in die Sonne schaut. Dann dachte ich, dass ich der einzige bin, der direkt in die Sonne schaut, die anderen werden sicher blinzeln. Ich stellte mich vor die Gruppe und schaute ihnen in die Augen. Ihre Augen waren ganz offen. Ich dachte, es muss etwas geben, was die Sonnenstrahlen blockiert, in ihre Augen zu dringen. Ich schaute erneut in die Sonne und wieder wurde ich geblendet. Und jedes Mal, wenn ich von neuem versuchte, in die Sonne zu schauen, hat sie mich geblendet. Ich war verwirrt. Nach der Messe ging ich auf den Kreuzberg. Immer wieder nannte ich meinen Namen und meine Wohnadresse, denn ich war völlig verwirrt. Ich zog den Schluß, dass meine Mitpilger erblinden werden, wenn sie so lange in die Sonne schauen. Eigentlich, so dachte ich, müsste auch ich erblinden, weil auch ich zu lange in die Sonne geschaut habe.

Ich fiel in eine Vertiefung am Weg. Ich spürte, daß ich bewusstlos wurde und dachte logischerweise, daß ich erblindet bin. Meine Eltern und meine Freunde hatten mir von der Reise nach Medjugorje abgeraten. Ich überlegte, wie das sein wird, wenn ich nach Hause komme und sie mich fragen, wie es war, und ich ihnen dann sagen muß, dass ich erblindet bin. Ich ärgerte mich über mich selber, denn ich hätte wissen müssen, dass man nicht in die Sonne nicht schauen.

Ich ging auf den Erscheinungsberg, aber mein Augenlicht war noch nicht da. Ich begann mich zu ängstigen und bat Gott, mir mein Augenlicht wieder zu geben, und ich werde alles tun, was er von mir verlangen wird. Ich dachte daran, was sich vor der Kirche ereignet hat, und in meinem Herzen begann etwas Wunderbares zu geschehen: In der Tiefe meines Herzens spürte ich, wie mich die Muttergottes fragte, ob ich Hilfe haben will. Ich sagte „Ja, auf jeden Fall“. In diesem Augenblick spürte ich etwas wie einen Kuss auf meiner Stirn. Wenn ihr in die Sonne schaut, werden eure Augen nicht nur erblinden, ihr werdet auch einen Schmerz oberhalb der Nase verspüren. Dieser Schmerz war so arg, es fühlte sich an, als ob mich jemand mit einem Baseballschläger an der Stirn getroffen hätte. Als ich aber diesen Kuss verspürte, begann dieser Schmerz nachzulassen. In einem Augenblick bekam ich meine Sehkraft wieder und überglücklich eilte ich vom Erscheinungsberg hinunter.“ Als er wieder zu Hause war, fühlte Guy, dass er seine Erfahrung seinen Freunden und Arbeitskollegen mitteilen müsse und er schrieb einen Brief, in dem er alles beschrieb, was er erlebt hat.

In Medjugorje habe ich nach zehn Jahren wieder gebeichtet

„Ich begriff, dass ich beginnen muss, die Botschaften der Muttergottes zu leben. Das Problem bestand darin, dass ich überhaupt nicht gezweifelt habe, dass Medjugorje echt ist, aber immer noch der Meinung war, der Rosenkranz sei etwas für alte Frauen. Wenn ich den Rosenkranz betete, störte mich das ständige Wiederholen derselben Gebete. Und dann, wenn ich die Worte: „Gegrüßt seist du Maria“ aussprach, fühlte ich, dass das eine Beleidigung für meine Intelligenz ist. Wenn ich betete, wiederholte sich jene Erfahrung des Gefühles der völligen Demütigung, als meine Augen durch die Sonne erblindet sind. Schließlich begriff ist: Das hat der Himmel getan. Nach meiner Rückkehr aus Medjugorje war mir klar: ‚Wenn du auf den Kreuzberg gehst, debattiere nicht mit der Muttergottes und als zweites das, was uns die Seherin Vicka mitgeteilt hat: Jesus und Maria sind immer jedem von uns sehr nahe, auch wenn wir es nicht glauben. Als ich von Medjugorje heimkehrte, war mir das sehr klar, aber ich hatte den Rosenkranz immer noch nicht angenommen. Und nach drei Monaten gelang es mir, ein Gesätzchen des Rosenkranzes aufrichtig zu beten. Während ich betete, erlebte ich jene Erfahrung der Demütigung wieder. Ich rief die Gospa an und hoffte, daß sie mir nahe ist. Da ging mir ein Licht auf und ich erinnerte mich, dass die Seherin den Rosenkranz eine Waffe nannte. Und während ich das Kreuz und den Rosenkranz festhielt, sagte ich: Demut ist das, was du für mich in Medjugorje getan hast. Und ich sprach weiter: Herr, du hast mich am Kopf getroffen, wie David den Goliath. Als ich dann den Rosenkranz anschaute, sah ich ihn wie die Schleuder des David und ich begriff, dass jene fünf Steine, die David aus dem Bach genommen hatte, in Wirklichkeit die fünf Gesätzchen des Rosenkranzes der Gospa sind. Was bedeutet, dass der Rosenkranz wirklich eine Waffe ist. Da überlegte ich, dass ich nur drei Dinge über meinen Glauben weiß. Während des ganzen Prozesses meiner Bekehrung, noch bevor ich nach Medjugorje kam, meinte ich, dass ich ein guter Mensch bin und wenn ich sterbe, in den Himmel komme. Die Wahrheit aber ist, dass ich in Medjugorje nach zehn Jahren wieder zur Beichte ging. Meine Seele war daher zehn Jahre lang im Zustand der Todsünde. Während meiner Bekehrung begriff ich, dass vieles, was ich früher getan habe, Sünde war, ich war in Wirklichkeit auf der falschen Seite. Ich wusste, dass die Gospa gut ist und dass sie mit ihren Kindern arbeitet, dafür bin ich ihr dankbar. Es brauchte aber einige Jahre, um den Rosenkranz als eine richtige Waffe anzunehmen.

Was mich am meisten freut ist die Liebe, die wir erleben und von Jesus und Maria bekommen.

Bei meiner zweiten Pilgerreise kam noch ein Ingenieur mit, nämlich mein Freund. Wir erlebten beide dieses Sonnenwunder. Es schien wie eine Sonnenfinsternis, aber es sah aus wie eine weiße Hostie. Warum schätze ich das unermesslich? Während ich meinen Glauben kennenlerne, höre ich die Botschaften, die die Muttergottes über die Seher gibt. Sie sagt: Die hl. Messe ist der heiligste Moment. In diesem Augenblick kommt Jesus lebendig in unsere Mitte und wir nehmen ihn in unsere Herzen auf. Obwohl ich eine katholische Erziehung genossen hatte, habe ich das bisher so nie gehört. Ich dachte darüber nach, ob das ein Symbol, irgendein Zeichen ist? Das war für mich ein Rätsel und auf eine Weise eine Beleidigung, denn Ingenieure müssen etwas bewerkstelligen, sie müssen das Gleichgewicht zwischen Masse und Wärme herstellen. Ich begriff, dass etwas viel Stärkeres in mein Leben Einzug hält, Gott selbst. Ich hatte keine Ahnung davon. Ich dachte: Wie konnte ich nur so dumm sein, dass ich das früher nicht begriffen habe? Ich begann über die hl. Eucharistie etwas zu lesen, und erst jetzt begreife ich, dass das ja die Lehre der Katholischen Kirche ist, dass in der Hostie Jesus lebendig gegenwärtig ist. Darum begreife ich jetzt, wenn ich in Medjugorje bin und die Hostie sehe, dass Gott in der Hostie ist, mehr noch als in der Sonne. Mein Freund und ich kehrten in unser Quartier zurück und er ging im Zimmer auf und ab. Er sagte, dass er enttäuscht ist, weil wir kein Wunder gesehen haben. Er sagte: Wenn wir zu Hause sind, schauen wir nicht in die Sonne, aber das, was sich hier ereignet hat, ist nur, damit sich unsere Augen an das Licht gewöhnen. Es war gerade 18.40 Uhr, die Zeit der Erscheinung und er sagte: Die Sonne war schon im Untergehen und darum sah sie aus wie eine Hostie. Er sagte, dass er das auch tagsüber sehen müsse. Er sagte: Vorher werde ich erblinden, als zu glauben. Am folgenden Tag gingen wir zur Kirche, es war gerade die Zeit der Erscheinung. Mein Freund sagte zu mir: Komm, wir wollen dieses Sonnenwunder sehen. Ich antwortete, er solle nur gehen, ich werde einstweilen beten. Als ich herauskam, fand ich ihn zusammengekauert neben der Bank. Er hielt die Hände über den Augen. Auf die Frage, wie er sich fühle, antwortete er, dass er glaube, dass alle dieses Wunder gesehen haben. Die Sonne hat ihn geblendet.

Als wir wieder zu Hause waren, hatte ich einen neuen Impuls, damit ich glauben kann, dass wir durch die Gospa zu Gott gehen und wie die Gospa die Mittlerin der Botschaft Gottes und unsere Mutter ist, die kommt, um uns zu helfen. Ich stellte die Frage: Gospa, und was ist mit dem Baum des Lebens? In der Tiefe spürte ich, dass die Antwort wie immer war: Bete! Diese Antwort gefiel mir nicht, aber ich begann die freudenreichen Geheimnisse zu beten. Das erste Geheimnis war gut, aber das zweite: Maria besucht Elisabet – ich versuchte zu betrachten, wie ich mit Maria bei diesem Besuch bin und über den Baum des Lebens nachdenke. Ich überlegte, was ich unterlassen habe, worin die Besonderheit von all dem ist, welche Frucht das ist, um die es sich handelt. Das ist wahrscheinlich eine besondere Frucht. Das Geheimnis des Rosenkranzes wiederholte sich und Elisabet sagte: “Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes!“ Muttergottes, du bist der Baum des Lebens. Und die Frucht, die wir essen müssen, damit wir das ewige Leben haben, ist Jesus Christus. Da habe ich über dieses Geheimnis Gottes nachgedacht - das ist meine Bekehrung. Und selbst nach 21 Jahren arbeitet die Gospa noch immer schwer an mir. Selbst wenn ich versuche, ihr ein guter Mitarbeiter zu sein, weiß ich, dass ich noch oft fallen werde. Bei jeder Pilgerfahrt nach Medjugorje empfangen wir so viele Gnaden von Gott. Ich hoffe, die Gospa bleibt noch lange bei uns, denn es gibt noch viele Menschen, die Hilfe brauchen und auch ich. Was mich am meisten freut, ist die Liebe, die wir mit Jesus und der Mutter Maria erleben und von ihnen bekommen. Durch die Einheit im Gebet spüren wir die Liebe und den Frieden, die von Jesus ausgehen. Die einfache Schulung hier ist: Gebet, Beichte, Fasten, und Lesen der Hl. Schrift.“

 

Source: © Information Centre "Mir" Medjugorje ( www.medjugorje.hr ^ )

 


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