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Lange Fußwallfahrt in der Einsamkeit als Schule des Lebens

Date: 3. Oktober 2008
Category: Spirituell Leben

Jozef Ratkovic, ein burgenländischer Kroate, ging zu Fuß von Zürich nach Medjugorje. In 42 Tagen legte er 1.400 km zurück. Er kam auf Grund eines Gelöbnisses, um für seine Gattin zu beten, die an Multipler Sklerose leidet „Ich glaube an Gott und habe große Hoffnung, dass er helfen wird. Zudem will ich noch um Frieden mit Gott und den Menschen beten. Friede ist für mich, wenn wir einander die Hände reichen und einander grüßen. Das ist für mich grundlegend.“

Als er in Medjugorje ankam, ging er als erstes in die Kirche, um zu danken. Er bestätigte, dass er vom langen Weg nicht müde geworden ist, obwohl er schon 69 Jahre alt ist: „Mein ganzes Leben lang befasste ich mich mit Sport. Mit dem Fahrrad bin ich einige Millionen km gefahren. Ich fuhr mit dem Fahrrad an viele Orte Europas.“

Von Medjugorje hat er vor 15 Jahren gehört, damals hat er noch gearbeitet. „Seit meiner Pensionierung pilgerte ich zuerst nach Spanien, nach Santiago de Compostella. Das war im Jahr 2002. Da habe ich 2.500 km in 82 Tagen zurückgelegt. Zwei Jahre später pilgerte ich nach Mariazell, das waren 1.350 km in 43 Tagen. Und jetzt ging ich nach Medjugorje. Ich bin zwar Kroate, aber ich war noch nie hier und auch nicht in Kroatien.“

Seine Vorfahren kamen aus Gospic oder Gracac vor etwa 300 Jahren nach Stikapron. Seine ersten Lebensjahre verbrachte er in Stikapron (Steinbrunn) in der Diözese Eisenstadt. In Wien hat er sein Mathematikstudium beendet. Jetzt lebt er in Zürich, wo er seine Arbeitsjahre als im Computerbereich verbracht hat.

Er hat zwei Töchter, einen Sohn und sieben Enkelkinder. Er sagt, dass er seit seiner Geburt ein gläubiger Mensch ist, dass er gerne meditiert und betet.

„Das Gebet ist für mich ein Gespräch mit Gott, der die Hungrigen nährt und den Durstigen den Durst stillt.“ Er liebt gute Kommunikation mit den Menschen. In der Familie findet er sie zusätzlich zur ausdrücklichen Toleranz, da seine Gattin, sein Schwiegersohn und seine Schwiegertochter anderen Kirchen angehören. Wir reichen einander die Hände, das ist wichtig. Es gibt nur einen Gott, nur dass Ihn jeder anders nennt.“

Er sagte auch, wie junge Menschen oft Unterhaltung suchen, aber nicht Gott. „Sie leben ohne Gott, aber wenn ihnen etwas nicht gelingt, dann suchen sie Gott.“

Die oft lagen Tage des Fußmarsches beschreibt er mit den Worten: „Die Fußwallfahrt in der Einsamkeit war gut für die Meditation. Ich suche Antwort auf die Fragen, warum ich lebe, was ich suche, was ich will, was ist meine Aufgabe? Solang man lebt, muß man wirken. Das ist mein Leben und dieses Leben ist wichtig. Das ist meine Zeit, und in ihr muß ich tun, was Gott von mir verlangt. Er will, dass ich mich für den Frieden mit Ihm und mit den Menschen einsetze. Frieden ist nur möglich, wenn ich alle Menschen als Brüder und als Schwestern annehme. Die Menschen, denen ich begegne, betrachte ich als Freunde, ich kann nicht anders. Mir ist es wichtig zu wissen, daß Gott überall ist, überall um mich herum.“

Für Jozef ist Medjugorje ein großer christlicher Ort. „Ich bete um die Gesundheit für meine Frau, wie es aber wird, das ist der Wille Gottes. Ich möchte der Maria sagen, daß ich hier bin und ich will sie fragen, was ich tun soll.“ Nach Zürich wird er mit dem Fahrrad zurückkehren. „Die Fahrt wird etwa zwei Wochen dauern, denn ich muss in Gospic und in Gracac einkehren, wo ich die Wurzeln der Familie Ratkovic auffinden will.

Als Pilger von mehrwöchigen Erfahrungen der Fußmärsche in der Einsamkeit empfiehlt er: „Wir müssen gehen, uns fortbewegen, allein sein. Dann kommen Ideen und Visionen. Mit dem Auto ist es anders. So hat man Zeit zum Nachdenken. Es ist schön allein zu sein, Zeit für sich zu haben, das ist eine kleine Lebensschule.“

Višnja Spajić

 

Source: © Information Centre "Mir" Medjugorje ( www.medjugorje.hr ^ )

 


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